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KOLA kanns

KOLA kanns

KOLA kann’s (Kollektives offenes Lernen in der Abteilung für Mechatronik)

Was tun, wenn nach den anstrengenden November- und Dezemberwochen, in denen die Schüler:innen durch Tests, Schularbeiten und Prüfungen besonders gefordert waren, die Begeisterung für den regulären Schulalltag mit Hausübungen, Projekten und Ähnlichem gegen Null sinkt? Auch wenn man weiß, dass all diese Aufgaben erledigt werden müssen – in der Woche vor den Weihnachtsferien ist das Interesse daran überschaubar und es stehen möglicherweise arbeitsreiche Weihnachtsferien bevor - dabei sollten diese doch der Erholung dienen.

Um ein paar arbeitsfreie Ferientage zu ermöglichen, gibt es an der Abteilung für Mechatronik in Arnfels seit zehn Jahren das Projekt KOLA – Kollektives Offenes Lernen Arnfels. An drei Tagen in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien wird der Regelunterricht aufgelöst und die Schüler:innen können individuell ihren Aufgaben nachgehen: Versäumtes nachholen, Projektarbeiten erledigen, sich Lern- und Übungsmaterial von ihren Lehrer:innen besorgen, Unverstandenes erklären lassen – lange Aufgeschobenes nun endlich in Ruhe erledigen, und das in entspannter Atmosphäre unter Gleichgesinnten.

Wie funktioniert KOLA? Ein Plan über alle drei Tage zeigt den Schüler:innen, welche Lehrer:innen an diesen Tagen in Arnfels unterrichten würden. Diese Lehrer:innen halten keinen Unterricht, sondern sind als Coaches vor Ort. Jedem Schulraum im Gebäude ist ein Unterrichtsgegenstand zugeordnet, in dem eine Lehrperson dieses Gegenstandes mit den Schüler:innen arbeitet. Wer keinen Erklärungsbedarf hat, sondern nur einen Platz sucht, um seine Arbeiten in Ruhe zu erledigen, lässt sich dort nieder, wo er sich am wohlsten fühlt. Ein Laufzettel, der zu Beginn der Tage an alle Lernenden ausgegeben wird, stellt sicher, dass alle Schüler:innen im Gebäude tatsächlich arbeiten, denn dieser Zettel muss für jede Stunde den Nachweis sicherstellen, dass man in einem Raum unter Lehreraufsicht gearbeitet hat. Woran man arbeitet, für welchen Gegenstand, ob es die Diplomarbeit ist oder das Projekt zur English Week etc., liegt im Ermessensbereich der Lernenden, die Lehrenden schreiben nichts vor, unterstützen oder erklären, wo es gewünscht wird. Vorbereitetes Übungsmaterial kann verwendet werden, muss aber nicht, weil alle individuell arbeiten können. Einen eigenen Raum gibt es für jene, die TeamUp4Success nutzen wollen: Man sucht sich eine Schülerin, einen Schüler, der auf der TeamUp4Success-Liste aufscheint und lässt sich erklären, was bisher nicht verstanden worden ist.

Am Ende der drei Tage ist viel geschehen. Man hat vielleicht endlich die Erklärung bekommen, die man gebraucht hat, um den Sachverhalt in Mechanik zu verstehen, das Buch für das Deutschreferat konnte endlich fertiggelesen werden, die fehlenden Seiten in Physik sind nachgetragen und der AIIT-Professor konnte mit einem weiteren Übungsbeispiel das Programmierproblem lösen. Die Weihnachtsferien können kommen.

Das beste Konzept wird nicht funktionieren, wenn die Schüler:innen es nicht annehmen. Deshalb wurde nach dem dritten KOLA-Tag eine Online-Umfrage durchgeführt, die ein äußerst positives Ergebnis gezeigt hat: Auf die Frage, ob das Projekt wiederholt werden soll, gab es eine 100-prozentige Zustimmung. (sk 2025)

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